Fundstücke || Teamviewer
Neulich, mal wieder einer dieser verzweifelten Anrufe: "Geht nich, näää, klappt alles nich, scheiße mit der scheiße hier, und überhaupt…Diplomarbeit…wäh…mist…" - als IT-[Berufsbezeichnung hier einfügen] kennt man diese, dank ihrer schieren Masse doch recht nervigen, Anrufe zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Man kennt sie und man hasst sie. Man nimmt sie Trotzdem an. Sind ja Freunde/Familie. Oder so.
Was an sich ja auch nichts schlimmes ist, Nächstenliebe wird in IT-Kreisen ja groß geschrieben *hust*.
Wenn man dann aber noch den Total-Dau an der Strippe hat, bei dem auch 30 Minuten erklären nichts bringen (Böse Zungen behaupten das hat irgendwas mit Chromosomen zu tun) dann gibt man irgendwann auch auf und entschuldigt sich mit irgendeiner fadenscheinigen Ausrede. Mich persönlich hat da dann manchmal das schlechte Gewissen geplagt und ich hab mich im Netz umgeschaut, was es denn so an Software geben könnte, die gerade beim letzten Problem Abhilfe schaffen könnte.
Neben vielem Anderen bin ich da auf Teamviewer gestoßen. Ein für Privatanwender kostenloses Fernwartungstool, das für oben genannte Zwecke geradezu ideal ist. Wenn auch nicht Open Source. Aber ich bin da tolerant. Die Vorteile haben mich dann doch überzeugt.
Die Installation auf meiner Seite erfolgte über einen normalen Windows-Installer, großartig eingestellt werden musste nichts. Dann per Telefon abgeklärt, dass mein Gegenüber das Kundenmodul herunterläd. Danach reichte für meinen Problemfall am anderen Ende der Leitung ein Doppelklick auf das Kundenmodul und eine Authentifikationsnummer wurde generiert. Diese eingegeben, hatte ich Zugriff auf den fremden Computer und konnte das Problem in ein paar Minuten lösen.
Auch diese teilweise ständigen W-LAN-Ausfälle sind dadurch recht gut händelbar, sofern der W-LAN-Router mit einem Ethernetport (oder einer sonstigen funktionierenden Verbindung) ausgestattet ist, ein Netzwerkkabel zur Verfügung steht und der PC in Reichweite steht. Notebooks machen das ganze natürlich einfacher. Nur so als Anregung.
Ach ja, falls jemand mit weniger technischem Verständnis das hier liest: Mit diesem Tool ist es NICHT möglich, ohne eure Einwilligung auf euren Rechner zu verbinden. Ein Helfer braucht IMMER das generierte Passwort, sonst klappts nicht.
Fazit: Kostenlos, zeitsparend - Gut!
ps: Noch so was, was eigentlich nativ in Windows integriert sein sollte. "eigentlich…"
so long, Dominik
